Teil 1. Wie Alles begann

Teil 1. Wie Alles begann. Das Modellbau - Gen schlummerte schon immer in mir und ich hatte in meinen früheren Jahren immer einen hohen Stellenwert. Zu Beginn hatte ich eine kleinere Modelleisenbahn mit der Spurweite N im Maßstab 1:160. Dann habe ich den Markus kennen gelernt. Er tendierte schon immer zu größeren Spurweiten. So haben wir und vor einigen Jahrzehnten eine umfangreiche LGB Garteneisenbahn Sammlung im Maßstab 1:22,5 zugelegt und haben gemeinsam auf Ausstellungen als Gastaussteller teilgenommen. Das war eine sehr schöne Zeit. Aber durch seine berufliche Laufbahn wurden wir geografisch getrennt. So alleine machte mir die Garteneisenbahn nicht mehr so viel Spaß und für die Wohnung ist die Spurweite einfach zu groß. Von der Garteneisenbahn habe ich mich getrennt und Markus hatte einen Großteil meiner Sammlung übernommen. Durch meinen Umzug nach Neckarsteinach sind wir uns geografisch wieder näher gekommen. Wir haben uns häufig über Modelleisenbahnen unterhalten und ich habe mal angedeutet, dass mir das wieder Spaß machen würde. Bei einem Besuch brachte er mir einen Umzugskarton mit Teilen von meinem ehemaligen Lokschuppen mit( 526 x 705 x 370 Breite X Länge X Höhe in mm). Der Lokschuppen war inzwischen über 20 Jahre alt und hatte einige Umzüge mitgemacht. Es war eigentlich nichts groß beschädigt, nur die Klebestellen haben sich gelöst. So wie der Markus halt ist, war auch die komplette Bauanleitung im Karton. Nach kurzer Zeit war der Lokschuppen wieder aufgebaut und die Erinnerung an die frühere Zeit war geweckt.

Die Garteneisenbahn

LGB – die Lehmann Groß Bahn oder auch die Lehmann Garten Bahn genannt.

Das Ernst Paul Lehmann Patentwerk OHG (EPL) hatte bereits 1965 die Idee eine wetterfeste Bahn für drinnen und draußen anzubieten.

Es sollte eine große Schmalspurbahn mit gekapseltem Antrieb werden.

Als Vorbild hat man zunächst die Steiermärkischen Landesbahnen gewählt.

1968 war es dann so weit. Die LGB wurde vorgestellt.

Die Steinz war geboren und wurde zur meist verkauften LGB Lok.

Die Schmalspurbahn im Maßstab 1:22,5 wird gerne als Spur G bezeichnet.

Genauer ist es Spur IIm (Baugröße II und m für Meterspur) Spurweite 45 mm.

Nach vielen erfolgreichen Jahren kam 2006 die Insolvenz.

LGB wurde von Märklin übernommen, aber nur wenige Jahre später meldete auch Märklin die Insolvenz an.

Inzwischen hat sich die Lage stabilisiert und es gibt wieder rollendes Material.

Eng mit LGB verbunden war der Gebäudehersteller Pola.

Pola lieferte sehr schöne, solide und wetterfeste Gebäude im Maßstab 1:22,5.

Dann hat auch Pola die Insolvenz erwischt. Die Übernahme durch Faller hatte ein sehr stark reduziertes Sortiment zur Folge.

Viele schöne und interessante Gebäude sind dem Rotstift zum Opfer gefallen.

Bei meinem Wiedereinstieg nach vielen Jahren Pause, musste ich mich erst orientieren, welche Hersteller gibt es noch und was bieten sie an, bzw.

welche neue Hersteller sind hinzu gekommen.

Teil 2. Die erste Fahrt

Inzwischen habe ich mir ein paar Fahrzeuge und etwas Gleismaterial zugelegt.

Die Anlage sollte analog gesteuert werden und nur bei Bedarf aufgebaut werden.

Den Rasen gemäht, ein paar Gleise hingelegt und fertig ist der Fahrbetrieb.

Wenn der Rasen zu hoch wird, dann kann man schnell alles wieder abbauen.

Also nur so gelegentlich zum Spaß.

Die erste Probefahrt fand mit einer kleinen Lok aus einer Startpackung statt.

Ein paar Gleise zusammengesteckt, Fahrregler angeschlossen und los geht’s.

Hier gehts zum Video Hier gehts zum Video

Teil 3. Der erste Gleisplan

Die kleine Rasenfläche (3,75 X 6,0 m) habe ich vermessen und die Steigung sowie das Gefälle erfasst.

Das wird nicht einfach. Zur einen Seite eine starke Steigung und zu der anderen Seite ein starkes Gefälle.

So konnte ich schon mal schauen, was auf der kleinen Rasenfläche machbar wäre.

2 – 3 % Steigung war mein Ziel. Für 20 cm Höhenunterschied benötigte ich ca. 10 m Fahrweg.

Mit ein paar Kartons als Stützen wurde der erste Gleisplan entworfen.

So könnte es werden.

Teil 4. Baubeginn

Der erste Gleisplan wurde schnell verworfen.

Ich bekam grünes Licht die Gleise fest aufzubauen.

So konnte ich ganz anders planen.

Parallel zur Terrasse sollte der obere Bahnhof entstehen und dahinter das obere Dorf.

Auf der kleinen Rasenfläche rechts unterhalb der Terrasse sollte eine zweite Ortschaft mit Bahnhof entstehen.

Als Unterbau habe ich Styrodur in den Stärken 5 bis 10 cm gewählt.

Ein paar Platten schon mal hingelegt und mit Kartons den Höhenunterschied halbwegs ausgeglichen.

Das Gelände erfordert einige Kunstbauten wie Brücken und Rampen.

Teil 5. Die Kunstbauten

Die Kunstbauten wurden aus Styrodur gefertigt.

Das Material lässt sich leicht bearbeiten und hat eine hohe Stabilität.

Problem war nur, einen wetterfesten Klebstoff zu finden.

Hier gehts zum Video Hier gehts zum Video

Teil 6. Die Stadtplanung

Die Strecke ist fertig und es kann mit der Stadtplanung begonnen werden.

Zunächst soll die untere Ortschaft entstehen. Gebäude sind inzwischen reichlich vorhanden.

Ein Bauernhof würde schon gut aussehen. Aber die Bausätze für die notwendigen Gebäude sind nicht mehr lieferbar.

Es beginnt eine lange Suche bei ebay, diese Idee haben auch Andere.

Ein paarmal werde ich überboten, dann kann ich den Pferdestall ersteigern.

Der Anfang ist gemacht. Die offene Maschinenhalle gibt es noch als Bausatz.

Aber das Bauernhaus im Fachwerkstiel ist nicht auszutreiben.

Nach langer Suche im Internet, habe ich einen Händler in Österreich gefunden der das Bauernhaus vorrätig hat. Direkt noch geschaut, ob noch

andere Bausätze da so vor sich hin schlummern.

Und sie da, der Wasserturm ist auch noch vorrätig (dazu später mehr).

So habe ich beide Bausätze bestellt und sehnsüchtig erwartet.

Das Bauernhaus ist sehr aufwendig detailliert und Pola typisch sehr hochwertig verarbeitet.

Das Bauernhaus, der Pferdestall, die offene Maschinenhalle sowie ein Taubenhaus und ein Hühnerstall wurden auf eine Platte montiert und als

Einheit platziert.

Die anderen Gebäude, wie Bahnhof, Stellwerk, Lebensmittelladen, Trafohaus usw. wurden dazu gestellt.

Mit dem Smartphone schnell ein paar Bilder gemacht und an Freunde geschickt.

Sie sollen sich schließlich auch Gedanken machen.

Nun hatte ich drei Helfer. Freimut, Kai und den Markus habe ich immer wieder mit Bildern versorgt und abgewartet, was sie dazu sagen.

Lange musste ich nicht warten und das Häuserschach war eröffnet.

Fleißiges Häuserschieben und Drehen hat begonnen.

Teil 7. Von Analog zu Digital

Ursprünglich sollte die Bahn eine analoge Steuerung bekommen.

Inzwischen habe ich den Trend erkannt und gesehen, dass digitale Loks nicht wesentlich teurer sind, als eine analoge Variante.

Teilweise sogar günstiger und sie sollen auch ganz normal analog gefahren werden können.

Das war aber nur in der Theorie der Fall.

Als ich mir die digitale Sächsische IV K zulegte, kamen die ersten Probleme.

Der Sound lässt sich weder abstellen, noch in der Lautstärke regeln.

Das Fahrgeräusch war mir auf die Dauer zu laut und die Nachbarn werden es auf die Dauer auch nicht akzeptieren.

Zum Glück habe ich einen sehr guten Fachhändler für Gartenbahn in Mörlenbach gefunden.

Das ist so eine Art Einkaufen bei Freunden.

So wurde der Schritt Richtung Digital gewagt. Aber für mich eine ganz neue Welt.

Ich hatte inzwischen einige analoge Loks gebraucht gekauft.

Einige waren schon für den Digitalumbau vorbereitet.

Mit dem Digitalexperten habe ich in Mörlenbach ein längeres Gespräch geführt.

Seine Worte: Den originalen Decoder kann man getrost vergessen. Der ist maßlos veraltet und ermöglicht keinen Sound.

Vom Sound leben die Fahrzeuge. Was haben Sie so an einfachen Loks?

Ich habe eine Schöma Lok aus einer Startpackung. Die eignet sich bestens um Erfahrungen zu sammeln.

Wenn Sie diese Lok umgebaut haben, dann können Sie auch andere Loks umbauen.

Er sollte Recht behalten, danach habe ich nahezu alle Loks auf Digitalsteuerung umgebaut.

Hier gehts zum Video Hier gehts zum Video

Teil 8. Der Biergarten

Teil 8. Der Biergarten

Ein Biergarten muss her.

Die Wahl fiel auf den schmucklosen Bahnhof Rosenbach.

Alle Teile neu lackiert und etwas Zubehör besorgt.

So ist aus einem schlichten Bahnhof ein schicker Biergarten geworden.

Wie so einige Gebäude ist auch der Biergarten fleißig über die Anlage gewandert.

Dann hat er seinen Platz auf dem Hügel im Gleiswendel gefunden. Der war eigentlich für die Burgruine gedacht. Aber da wird sich schon ein anderer

Platz finden.

Wie soll der Biergarten nur heißen? Natürlich kamen es aus dem Freundeskreis zahlreiche Vorschläge.

Aber da spielte der Zufall mit.

Mit Nachbarn habe ich einen Ausflug in den Odenwald unternommen. Wir kehrten in einem Gasthof ein und bestellten unsere Speisen.

Günter bestellte einen Seniorenteller Hirsch.

Als die Bedienung die Speisen servierte, fragte sie wer bekommt den kleinen Hirsch?

Günter meldete sich und sagte, hier ist der kleine Hirsch, hier ist der kleine Hirsch.

Von dem Tag an wurde Günter häufig der kleine Hirsch genannt.

So ist der Biergarten zu seinem Namen Kleiner Hirsch gekommen und ein kleiner Aussichtspunkt hat auf dem Hügel auch seinen Platz gefunden.

Teil 9. Die Stadtplanung obere Stadt

Die Stadtplanung obere Stadt.

Bild 1 und 2.

In der Stadt haben sich inzwischen einige Gebäude angesammelt und wirken recht unharmonisch in der Anordnung.

Sie sind ja erst mal nur „geparkt“.

Es gab viel Kritik, die Einfamilienhäuser passen nicht in eine so große Ortschaft.

Da gehören Stadthäuser mit Geschäften hin.

Es gibt aber keine Stadthäuser mit Geschäften.

Da musst du selber welche bauen.

Na ja, einfacher gesagt als getan. Zum Teil selbst bauen, das könnte funktionieren.

Bild 3 bis 5.

So habe ich nach brauchbaren Häusern zum Zerlegen Ausschau gehalten.

Bereits beim Auspacken fühlte sich das Haus ganz weich an und konnte leicht zerlegt werden.

Zerlegt, gereinigt, lackiert und die einzelnen Seitenwände wieder zusammengebaut.

Im Bild 5 links vorher und rechts nachher.

Bild 6 bis 15.

Das erste Stadthaus und das erste Stadttor entstehen.

Wände werden gekürzt, Durchbrüche für Schaufenster gesägt, Fassaden werden lackiert, Fenster und Türen eingesetzt usw……

Die ersten zwei Stadthäuser sind fertig und sehen schon mal gut aus.

Aus dem Freundeskreis gibt es Anerkennung.

Das gibt Kraft für weitere Bauwerke.

Bild 16 bis 20.

Rechts vom Stadttor soll ein Lebensmittelgeschäft entstehen.

Ein Einfamilienhaus wird komplett zerlegt, Wände angepasst, etwas Farbe und fertig ist der EDEKA.

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 5

Bild 4

Bild 6

Bild 7

Bild 8

Bild 9

Bild 10

Bild 11

Bild 12

Bild 13

Bild 14

Bild 15

Bild 16

Bild 17

Bild 18

Bild 19

Bild 20

Die Strecke ist fertig und es kann mit der Stadtplanung begonnen werden.

Zunächst soll die untere Ortschaft entstehen. Gebäude sind inzwischen reichlich vorhanden.

Ein Bauernhof würde schon gut aussehen. Aber die Bausätze für die notwendigen Gebäude sind nicht mehr lieferbar.

Es beginnt eine lange Suche bei ebay, diese Idee haben auch Andere.

Ein paarmal werde ich überboten, dann kann ich den Pferdestall ersteigern.

Der Anfang ist gemacht. Die offene Maschinenhalle gibt es noch als Bausatz.

Aber das Bauernhaus im Fachwerkstiel ist nicht auszutreiben.

Nach langer Suche im Internet, habe ich einen Händler in Österreich gefunden der das Bauernhaus vorrätig hat. Direkt noch geschaut, ob noch

andere Bausätze da so vor sich hin schlummern.

Und sie da, der Wasserturm ist auch noch vorrätig (dazu später mehr).

So habe ich beide Bausätze bestellt und sehnsüchtig erwartet.

Das Bauernhaus ist sehr aufwendig detailliert und Pola typisch sehr hochwertig verarbeitet.

Das Bauernhaus, der Pferdestall, die offene Maschinenhalle sowie ein Taubenhaus und ein Hühnerstall wurden auf eine Platte montiert und als

Einheit platziert.

Die anderen Gebäude, wie Bahnhof, Stellwerk, Lebensmittelladen, Trafohaus usw. wurden dazu gestellt.

Mit dem Smartphone schnell ein paar Bilder gemacht und an Freunde geschickt.

Sie sollen sich schließlich auch Gedanken machen.

Nun hatte ich drei Helfer. Freimut, Kai und den Markus habe ich immer wieder mit Bildern versorgt und abgewartet, was sie dazu sagen.

Lange musste ich nicht warten und das Häuserschach war eröffnet.

Fleißiges Häuserschieben und Drehen hat begonnen.

Teil 6. Die Stadtplanung

Teil 6. Die Stadtplanung

Ursprünglich sollte die Bahn eine analoge Steuerung bekommen.

Inzwischen habe ich den Trend erkannt und gesehen, dass digitale Loks nicht wesentlich teurer sind, als eine analoge Variante.

Teilweise sogar günstiger und sie sollen auch ganz normal analog gefahren werden können.

Das war aber nur in der Theorie der Fall.

Als ich mir die digitale Sächsische IV K zulegte, kamen die ersten Probleme.

Der Sound lässt sich weder abstellen, noch in der Lautstärke regeln.

Das Fahrgeräusch war mir auf die Dauer zu laut und die Nachbarn werden es auf die Dauer auch nicht akzeptieren.

Zum Glück habe ich einen sehr guten Fachhändler für Gartenbahn in Mörlenbach gefunden.

Das ist so eine Art Einkaufen bei Freunden.

So wurde der Schritt Richtung Digital gewagt. Aber für mich eine ganz neue Welt.

Ich hatte inzwischen einige analoge Loks gebraucht gekauft.

Einige waren schon für den Digitalumbau vorbereitet.

Mit dem Digitalexperten habe ich in Mörlenbach ein längeres Gespräch geführt.

Seine Worte: Den originalen Decoder kann man getrost vergessen. Der ist maßlos veraltet und ermöglicht keinen Sound.

Vom Sound leben die Fahrzeuge. Was haben Sie so an einfachen Loks?

Ich habe eine Schöma Lok aus einer Startpackung. Die eignet sich bestens um Erfahrungen zu sammeln.

Wenn Sie diese Lok umgebaut haben, dann können Sie auch andere Loks umbauen.

Er sollte Recht behalten, danach habe ich nahezu alle Loks auf Digitalsteuerung umgebaut.

Die Garteneisenbahn

LGB – die Lehmann Groß Bahn oder auch die Lehmann Garten Bahn genannt.

Das Ernst Paul Lehmann Patentwerk OHG (EPL) hatte bereits 1965 die Idee

eine wetterfeste Bahn für drinnen und draußen anzubieten.

Es sollte eine große Schmalspurbahn mit gekapseltem Antrieb werden.

Als Vorbild hat man zunächst die Steiermärkischen Landesbahnen gewählt.

1968 war es dann so weit. Die LGB wurde vorgestellt.

Die Steinz war geboren und wurde zur meist verkauften LGB Lok.

Die Schmalspurbahn im Maßstab 1:22,5 wird gerne als Spur G bezeichnet.

Genauer ist es Spur IIm (Baugröße II und m für Meterspur) Spurweite 45 mm.

Nach vielen erfolgreichen Jahren kam 2006 die Insolvenz.

LGB wurde von Märklin übernommen, aber nur wenige Jahre später meldete

auch Märklin die Insolvenz an.

Inzwischen hat sich die Lage stabilisiert und es gibt wieder rollendes Material.

Eng mit LGB verbunden war der Gebäudehersteller Pola.

Pola lieferte sehr schöne, solide und wetterfeste Gebäude im Maßstab 1:22,5.

Dann hat auch Pola die Insolvenz erwischt. Die Übernahme durch Faller hatte

ein sehr stark reduziertes Sortiment zur Folge.

Viele schöne und interessante Gebäude sind dem Rotstift zum Opfer gefallen.

Bei meinem Wiedereinstieg nach vielen Jahren Pause, musste ich mich

erst orientieren, welche Hersteller gibt es noch und was bieten sie an,

bzw. welche neue Hersteller sind hinzu gekommen.

Teil 1. Wie Alles begann

Teil 1. Wie Alles begann. Das Modellbau - Gen schlummerte schon immer in mir und ich hatte in meinen früheren Jahren immer einen hohen Stellenwert. Zu Beginn hatte ich eine kleinere Modelleisenbahn mit der Spurweite N i m Maßstab 1:160. Dann habe ich den Markus kennen gelernt. Er tendierte schon immer zu größeren Spurweiten. So haben wir und vor einigen Jahrzehnten eine umfangreiche LGB Garteneisenbahn Sammlung i m Maßstab 1:22,5 zugelegt und haben gemeinsam auf Ausstellungen als Gastaussteller teilgenommen. Das war eine sehr schöne Zeit. Aber durch seine berufliche Laufbahn wurden wir geografisch getrennt. So alleine machte mir die Garteneisenbahn nicht mehr so viel Spaß und für die Wohnung ist die Spurweite einfach zu groß. Von der Garteneisenbahn habe ich mich getrennt und Markus hatte einen Großteil meiner Sammlung übernommen. Durch meinen Umzug nach Neckarsteinach sind wir uns geografisch wieder näher gekommen. Wir haben uns häufig über Modelleisenbahnen unterhalten und ich habe mal angedeutet, dass mir das wieder Spaß machen würde. Bei einem Besuch brachte er mir einen Umzugskarton mit Teilen von meinem ehemaligen Lokschuppen mit( 526 x 705 x 370 Breite X Länge X Höhe in mm). Der Lokschuppen war inzwischen über 20 Jahre alt und hatte einige Umzüge mitgemacht. Es war eigentlich nichts groß beschädigt, nur die Klebestellen haben sich gelöst. So wie der Markus halt ist, war auch die komplette Bauanleitung im Karton. Nach kurzer Zeit war der Lokschuppen wieder aufgebaut und die Erinnerung an die frühere Zeit war geweckt.

Teil 2. Die erste Fahrt

Inzwischen habe ich mir ein paar Fahrzeuge und etwas Gleismaterial zugelegt.

Die Anlage sollte analog gesteuert werden und nur bei Bedarf aufgebaut werden.

Den Rasen gemäht, ein paar Gleise hingelegt und fertig ist der Fahrbetrieb.

Wenn der Rasen zu hoch wird, dann kann man schnell alles wieder abbauen.

Also nur so gelegentlich zum Spaß.

Die erste Probefahrt fand mit einer kleinen Lok aus einer Startpackung statt.

Ein paar Gleise zusammengesteckt, Fahrregler angeschlossen und los geht’s.

Hier gehts zum Video Hier gehts zum Video

Die kleine Rasenfläche (3,75 X 6,0 m) habe ich vermessen und die Steigung sowie

das Gefälle erfasst.

Das wird nicht einfach. Zur einen Seite eine starke Steigung und zu der anderen

Seite ein starkes Gefälle.

So konnte ich schon mal schauen, was auf der kleinen Rasenfläche machbar wäre.

2 – 3 % Steigung war mein Ziel. Für 20 cm Höhenunterschied

benötigte ich ca. 10 m Fahrweg.

Mit ein paar Kartons als Stützen wurde der erste Gleisplan entworfen.

So könnte es werden.

Teil 3. Der erste Gleisplan

Teil 4. Baubeginn

Der erste Gleisplan wurde schnell verworfen.

Ich bekam grünes Licht die Gleise fest aufzubauen.

So konnte ich ganz anders planen.

Parallel zur Terrasse sollte der obere Bahnhof entstehen und dahinter

das obere Dorf.

Auf der kleinen Rasenfläche rechts unterhalb der Terrasse sollte

eine zweite Ortschaft mit Bahnhof entstehen.

Als Unterbau habe ich Styrodur in den Stärken 5 bis 10 cm gewählt.

Ein paar Platten schon mal hingelegt und mit Kartons den Höhenunterschied

halbwegs ausgeglichen.

Das Gelände erfordert einige Kunstbauten wie Brücken und Rampen.

Teil 5. Die Kunstbauten

Die Kunstbauten wurden aus Styrodur gefertigt.

Das Material lässt sich leicht bearbeiten und hat eine hohe Stabilität.

Problem war nur, einen wetterfesten Klebstoff zu finden.

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Teil 6. Die Stadtplanung

Die Strecke ist fertig und es kann mit der Stadtplanung begonnen werden.

Zunächst soll die untere Ortschaft entstehen. Gebäude sind inzwischen

reichlich vorhanden.

Ein Bauernhof würde schon gut aussehen. Aber die Bausätze für

die notwendigen Gebäude sind nicht mehr lieferbar.

Es beginnt eine lange Suche bei ebay, diese Idee haben auch Andere.

Ein paarmal werde ich überboten, dann kann ich den Pferdestall ersteigern.

Der Anfang ist gemacht. Die offene Maschinenhalle gibt es noch als Bausatz.

Aber das Bauernhaus im Fachwerkstiel ist nicht auszutreiben.

Nach langer Suche im Internet, habe ich einen Händler in Österreich gefunden

der das Bauernhaus vorrätig hat. Direkt noch geschaut, ob noch andere Bausätze

da so vor sich hin schlummern.

Und sie da, der Wasserturm ist auch noch vorrätig (dazu später mehr).

So habe ich beide Bausätze bestellt und sehnsüchtig erwartet.

Das Bauernhaus ist sehr aufwendig detailliert und Pola typisch sehr

hochwertig verarbeitet.

Das Bauernhaus, der Pferdestall, die offene Maschinenhalle sowie ein Taubenhaus

und ein Hühnerstall wurden auf eine Platte montiert und als Einheit platziert.

Die anderen Gebäude, wie Bahnhof, Stellwerk, Lebensmittelladen, T

rafohaus usw. wurden dazu gestellt.

Mit dem Smartphone schnell ein paar Bilder gemacht und an Freunde geschickt.

Sie sollen sich schließlich auch Gedanken machen.

Nun hatte ich drei Helfer. Freimut, Kai und den Markus habe ich immer wieder

mit Bildern versorgt und abgewartet, was sie dazu sagen.

Lange musste ich nicht warten und das Häuserschach war eröffnet.

Fleißiges Häuserschieben und Drehen hat begonnen.

Teil 7. Von Analog zu Digital

Ursprünglich sollte die Bahn eine analoge Steuerung bekommen.

Inzwischen habe ich den Trend erkannt und gesehen, dass digitale Loks

nicht wesentlich teurer sind, als eine analoge Variante.

Teilweise sogar günstiger und sie sollen auch ganz normal analog gefahren

werden können.

Das war aber nur in der Theorie der Fall.

Als ich mir die digitale Sächsische IV K zulegte, kamen die ersten Probleme.

Der Sound lässt sich weder abstellen, noch in der Lautstärke regeln.

Das Fahrgeräusch war mir auf die Dauer zu laut und die Nachbarn werden es auf

die Dauer auch nicht akzeptieren.

Zum Glück habe ich einen sehr guten Fachhändler für Gartenbahn

in Mörlenbach gefunden.

Das ist so eine Art Einkaufen bei Freunden.

So wurde der Schritt Richtung Digital gewagt. Aber für mich eine ganz neue Welt.

Ich hatte inzwischen einige analoge Loks gebraucht gekauft.

Einige waren schon für den Digitalumbau vorbereitet.

Mit dem Digitalexperten habe ich in Mörlenbach ein längeres Gespräch geführt.

Seine Worte: Den originalen Decoder kann man getrost vergessen.

Der ist maßlos veraltet und ermöglicht keinen Sound.

Vom Sound leben die Fahrzeuge. Was haben Sie so an einfachen Loks?

Ich habe eine Schöma Lok aus einer Startpackung. Die eignet sich bestens um

Erfahrungen zu sammeln.

Wenn Sie diese Lok umgebaut haben, dann können Sie auch andere Loks umbauen.

Er sollte Recht behalten, danach habe ich nahezu alle Loks

auf Digitalsteuerung umgebaut.

Hier gehts zum Video Hier gehts zum Video

Teil 8. Der Biergarten

Teil 8. Der Biergarten

Ein Biergarten muss her.

Die Wahl fiel auf den schmucklosen Bahnhof Rosenbach.

Alle Teile neu lackiert und etwas Zubehör besorgt.

So ist aus einem schlichten Bahnhof ein schicker Biergarten geworden.

Wie so einige Gebäude ist auch der Biergarten fleißig über die Anlage gewandert.

Dann hat er seinen Platz auf dem Hügel im Gleiswendel gefunden.

Der war eigentlich für die Burgruine gedacht.

Aber da wird sich schon ein anderer Platz finden.

Wie soll der Biergarten nur heißen? Natürlich kamen es aus dem Freundeskreis

zahlreiche Vorschläge.

Aber da spielte der Zufall mit.

Mit Nachbarn habe ich einen Ausflug in den Odenwald unternommen.

Wir kehrten in einem Gasthof ein und bestellten unsere Speisen.

Günter bestellte einen Seniorenteller Hirsch.

Als die Bedienung die Speisen servierte, fragte sie wer bekommt den kleinen Hirsch?

Günter meldete sich und sagte, hier ist der kleine Hirsch, hier ist der kleine Hirsch.

Von dem Tag an wurde Günter häufig der kleine Hirsch genannt.

So ist der Biergarten zu seinem Namen Kleiner Hirsch gekommen und ein kleiner

Aussichtspunkt hat auf dem Hügel auch seinen Platz gefunden.

Teil 9. Die Stadtplanung obere Stadt

Die Stadtplanung obere Stadt.

Bild 1 und 2.

In der Stadt haben sich inzwischen einige Gebäude angesammelt und wirken

recht unharmonisch in der Anordnung.

Sie sind ja erst mal nur „geparkt“.

Es gab viel Kritik, die Einfamilienhäuser passen nicht in eine so große Ortschaft.

Da gehören Stadthäuser mit Geschäften hin.

Es gibt aber keine Stadthäuser mit Geschäften.

Da musst du selber welche bauen.

Na ja, einfacher gesagt als getan. Zum Teil selbst bauen, das könnte funktionieren.

Bild 3 bis 5.

So habe ich nach brauchbaren Häusern zum Zerlegen Ausschau gehalten.

Bereits beim Auspacken fühlte sich das Haus ganz weich an und konnte leicht

zerlegt werden.

Zerlegt, gereinigt, lackiert und die einzelnen Seitenwände wieder zusammengebaut.

Im Bild 5 links vorher und rechts nachher.

Bild 6 bis 15.

Das erste Stadthaus und das erste Stadttor entstehen.

Wände werden gekürzt, Durchbrüche für Schaufenster gesägt, Fassaden

werden lackiert, Fenster und Türen eingesetzt usw……

Die ersten zwei Stadthäuser sind fertig und sehen schon mal gut aus.

Aus dem Freundeskreis gibt es Anerkennung.

Das gibt Kraft für weitere Bauwerke.

Bild 16 bis 20.

Rechts vom Stadttor soll ein Lebensmittelgeschäft entstehen.

Ein Einfamilienhaus wird komplett zerlegt, Wände angepasst, etwas Farbe

und fertig ist der EDEKA.

Bild 1

Bild 2

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